Yoga Block aus Schaumstoff: leicht, weich, günstig
Der bunte Schaumstoffblock ist der meistverkaufte Yoga Block überhaupt. Er ist leicht, preiswert und angenehm weich. Viele unterschätzen aber, wie stark sich die Blöcke in der Qualität unterscheiden. Ein guter EVA-Block bleibt jahrelang formstabil, ein schlechter gibt nach wenigen Wochen an den Kanten nach.
Was ist EVA-Schaum?
Die meisten Schaumstoffblöcke bestehen aus EVA, einem Copolymer aus Ethylen und Vinylacetat. Das gleiche Material steckt in Schuhsohlen, Schwimmbrettern und Bodenschutzmatten. EVA-Schaum ist geschlossenporig, nimmt also kaum Wasser oder Schweiß auf, ist elastisch und lässt sich in praktisch jeder Farbe herstellen. Genau deshalb gibt es Schaumstoffblöcke in Pink, Schwarz, Lila und allen Tönen dazwischen. Die Farbe sagt übrigens nichts über die Qualität. Hintergründe zum Material liefert der Wikipedia-Eintrag zu Ethylen-Vinylacetat.
Dichte: das eigentliche Qualitätsmerkmal
Hersteller geben die Dichte selten an, man kann sie aber gut abschätzen. Ein Standardblock mit 23 × 15 × 7,5 cm hat rund 2,6 Liter Volumen. Wiegt er 150 g, ist der Schaum sehr leicht und weich. Mit 300 g oder mehr ist er deutlich fester. Für die Praxis heißt das:
| Gewicht (Standardmaß) | Gefühl | Einsatz |
|---|---|---|
| unter 180 g | weich, drückt sich mit dem Daumen gut ein | Sitzen, Kopfkissen, Kinder |
| 180–280 g | mittelfest, der übliche Kurs-Block | Allround, Einsteiger |
| über 280 g | fest, kaum eindrückbar | Stütze unter den Händen, stehende Haltungen |
Ein einfacher Test im Laden: Stellen Sie den Block hochkant und drücken Sie mit dem Handballen kräftig auf eine obere Kante. Knickt sie spürbar ein, wird sie das unter Ihrem Körpergewicht erst recht tun.
Wo Schaumstoff seine Stärken hat
- Liegen: Unter dem Brustkorb in einer passiven Rückbeuge oder unter dem Kopf in der Endentspannung ist ein weicher Block deutlich angenehmer als Kork oder Holz.
- Sitzen: Für die Meditation oder den Fersensitz polstert Schaum, ohne zu wackeln. Im Yin Yoga ist er deshalb beliebt.
- Transport: Zwei Blöcke wiegen zusammen weniger als ein halbes Kilo und passen in jede Tasche.
- Sicherheit: Fällt ein Schaumblock um oder landet auf dem Fuß, passiert nichts. In Kinder- und Seniorenkursen ist das ein echtes Argument.
- Preis: Schaumstoffblöcke sind meist die günstigste Variante.
Und die Nachteile?
Schaumstoff ist nachgiebig. Wer sich in einer Armbalance mit vollem Gewicht auf zwei weiche Blöcke stützt, spürt, wie sie leicht federn. Die Oberfläche kann bei nassen Händen glitschig werden, vor allem bei glatt gepressten Blöcken ohne Struktur. Mit den Jahren bekommt EVA Druckstellen und Einrisse an den Ecken. Und ökologisch ist ein Kunststoffblock nicht die erste Wahl. Welche Alternativen es gibt, erklärt der Beitrag über nachhaltige Yogablöcke.
Frisch ausgepackte EVA-Blöcke riechen oft nach Kunststoff. Lassen Sie sie ein paar Tage gut gelüftet liegen. Verschwindet der Geruch nicht, lohnt ein Blick auf ein Prüfsiegel wie OEKO-TEX, das Schadstoffgrenzwerte für Textilien und bestimmte Materialien festlegt.
Reinigung
Schaumstoff ist unkompliziert. Ein Tuch mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife reicht, danach abtrocknen lassen. Aggressive Reiniger oder Desinfektionsmittel mit hohem Alkoholanteil können die Oberfläche auf Dauer spröde machen. Kurz unter die Dusche halten ist in Ordnung, einweichen nicht.
Für wen ist der Schaumstoffblock richtig?
Für den Einstieg, für sanfte und passive Stile, für alle, die ihre Blöcke oft transportieren, und für Kurse mit gemischten Gruppen. Wer dagegen viel dynamisch übt oder die Blöcke als feste Stütze unter den Händen nutzt, sollte mindestens zu einem dichten EVA-Block greifen oder gleich Kork nehmen. Wie viele Blöcke sinnvoll sind, lesen Sie unter Yoga Block Set.
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