Yoga Block und Gurt im Set: was drin sein sollte
Das Starterset aus zwei Blöcken und einem Gurt gab es schon auf der ersten Version dieser Website 2012, damals noch mit Matte. An der Grundidee hat sich wenig geändert: Block und Gurt ergänzen sich, weil sie zwei verschiedene Probleme lösen. Der Block bringt den Boden näher, der Gurt verlängert die Arme. Was ein gutes Set ausmacht, steht hier.
Warum Block und Gurt zusammengehören
Viele Einschränkungen in Yogahaltungen haben zwei Seiten. In einer sitzenden Vorbeuge erreichen die Hände die Füße nicht – ein Gurt um die Fußsohlen schließt die Lücke. Gleichzeitig kippt das Becken nach hinten, weil die Oberschenkelrückseiten ziehen – ein Block unter dem Gesäß richtet es auf. Erst beide zusammen machen die Haltung angenehm. Ähnliche Kombinationen gibt es in liegenden Beindehnungen, Schulteröffnungen und Umkehrhaltungen.
Was ein gutes Set enthält
| Teil | Gut | Weniger gut |
|---|---|---|
| Block | dichter Schaum (über ca. 250 g) oder Kork, gleiche Höhe bei zwei Blöcken | sehr leichter, weicher Schaum, der sich mit dem Daumen tief eindrücken lässt |
| Gurt | mindestens 180 cm, besser 240 cm, fester Baumwoll- oder Polyestergurt mit Metallschnalle | kurze Gurte, dünne Nylonbänder, Plastikschnallen |
| Matte (falls dabei) | mindestens 4 mm, rutschfest, ohne starken Geruch | sehr dünne, glatte Matten |
| Tasche | nettes Extra | kein Kaufgrund |
Die häufigste Schwachstelle in günstigen Sets ist der Gurt. Er ist oft zu kurz. Mit 180 cm kommen kleinere Menschen hin, für Schulterübungen oder den Einsatz als Schlaufe um beide Beine sind 240 cm deutlich praktischer. Was einen guten Gurt ausmacht, steht ausführlich im Beitrag über den Yogagurt.
Set oder Einzelkauf?
Ein Set lohnt sich, wenn Sie am Anfang stehen und nicht wissen, welches Hilfsmittel Sie wie oft brauchen. Es ist meist günstiger als die Einzelteile, und alles passt optisch zusammen. Einzeln kaufen ist sinnvoll, wenn Sie schon wissen, was Sie wollen: zum Beispiel Korkblöcke für stehende Haltungen und einen langen Baumwollgurt. In Sets sind Korkblöcke seltener und meist teurer.
Ein Set aus Block und Gurt ist ein gutes Geschenk für Menschen, die gerade mit Yoga anfangen. Bei Matten ist es heikler, weil Dicke, Material und Länge sehr persönlich sind.
Drei Übungen, bei denen Sie beides brauchen
- Sitzende Vorbeuge (Paschimottanasana): Block unter das Gesäß, Gurt um die Fußsohlen. Mit langem Rücken am Gurt nach vorne ziehen, nicht mit rundem.
- Liegende Beindehnung (Supta Padangusthasana): Gurt um den Fuß des gestreckten Beins nach oben, den anderen Fuß gegen einen Block an der Wand drücken, damit das Becken stabil bleibt.
- Gebundener Winkel im Liegen (Supta Baddha Konasana): Gurt als Schlaufe um Becken und Füße, je ein Block unter die Knie. So kann sich die Hüfte öffnen, ohne dass die Leisten ziehen.
Die Geschichte des Gurts
Bänder als Sitzhilfe sind älter als der moderne Yogagurt. Historische indische Darstellungen zeigen Yogis mit einem Band, dem yogapaṭṭa, das um Knie und Rücken gelegt wird, um lange im Sitz zu verharren. Der heutige Gurt mit Metallschnalle ist dagegen eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts, verbreitet vor allem durch die Iyengar-Tradition.
Checkliste vor dem Kauf
- Ist die Gurtlänge angegeben – und sind es mindestens 180 cm, besser 240 cm?
- Steht das Gewicht der Blöcke dabei? Unter etwa 200 g pro Standardblock ist der Schaum eher weich.
- Haben beide Blöcke dieselbe Höhe (7,5 oder 10 cm)?
- Ist die Schnalle aus Metall?
- Gibt es Angaben zu Material und Geruch, etwa ein Prüfsiegel wie OEKO-TEX?
Fehlen diese Angaben in der Produktbeschreibung, lohnt ein Blick in die Kundenbewertungen, wo Käuferinnen und Käufer oft Gewicht und Gurtlänge nachmessen.
Fazit
Ein Block-und-Gurt-Set ist für den Einstieg eine gute, günstige Grundausstattung. Achten Sie vor allem auf die Gurtlänge und die Dichte der Blöcke. Und wenn später etwas fehlt: Ein zweiter Block oder eine Yogadecke ergänzen das Set am sinnvollsten.
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