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Yoga-Übungen und ihre Namen: Deutsch, Sanskrit, Wortsinn

AsanasAktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Wer Yoga übt, begegnet schnell Namen wie Trikonasana oder Paschimottanasana. Die Sanskrit-Bezeichnungen wirken zunächst sperrig, folgen aber einem einfachen Muster: Sie beschreiben, was der Körper tut oder woran die Haltung erinnert. Diese Übersicht übersetzt die häufigsten Namen und nennt, wo ein Block helfen kann.

Wie die Namen aufgebaut sind

Fast alle Haltungsnamen enden auf -asana. Das Sanskrit-Wort āsana bedeutet ursprünglich „Sitz“ und wird heute für jede Körperhaltung im Yoga verwendet. Davor steht ein beschreibender Teil. Manche Namen bezeichnen Tiere (Hund, Kobra, Taube), andere Gegenstände (Pflug, Boot), Richtungen oder Körperteile. Einige kleine Bausteine tauchen immer wieder auf:

WortteilBedeutungBeispiel
ardhahalbArdha Chandrasana – Halbmond
adho / urdhvaabwärts / aufwärtsAdho Mukha Svanasana – nach unten schauender Hund
utthitagestreckt, ausgedehntUtthita Trikonasana – gestrecktes Dreieck
parivrttagedrehtParivrtta Trikonasana – gedrehtes Dreieck
suptaliegendSupta Baddha Konasana – liegender gebundener Winkel
salambagestütztSalamba Sarvangasana – gestützter Schulterstand
eka padaein Fuß / ein BeinEka Pada Rajakapotasana – einbeinige Königstaube

24 häufige Haltungen

SanskritDeutschWortsinnBlock hilft …
TadasanaBergtāḍa = Bergzwischen den Oberschenkeln für aktive Beine
VrksasanaBaumvṛkṣa = Baumunter dem angehobenen Fuß als Zwischenstufe
Utthita TrikonasanaDreiecktrikoṇa = Dreieckunter der unteren Hand
ParsvakonasanaSeitwinkelpārśva = Seite, koṇa = Winkelunter der unteren Hand
Ardha ChandrasanaHalbmondcandra = Mondunter der Stützhand, fast immer
VirabhadrasanaKriegernach dem Krieger Vīrabhadraselten nötig
Uttanasanastehende Vorbeugeut-tāna = intensiv gestrecktunter beiden Händen
Prasarita Padottanasanagegrätschte Vorbeugeprasārita = ausgebreitetunter Händen oder Kopf
Adho Mukha Svanasanaherabschauender Hundmukha = Gesicht, śvāna = Hundunter Händen, Stirn oder Fersen – siehe Beitrag
Urdhva Mukha Svanasanaheraufschauender Hundūrdhva = aufwärtsunter den Händen für mehr Raum
Chaturanga DandasanaStab auf vier Gliederncatur = vier, daṇḍa = Stabunter der Brust als Tiefenmarke
BhujangasanaKobrabhujaṅga = Schlangeselten nötig
BalasanaKindbāla = Kindunter der Stirn
VirasanaHeldensitzvīra = Heldunter dem Gesäß
Sukhasanabequemer Sitzsukha = angenehmunter dem Gesäß oder den Knien
PadmasanaLotuspadma = Lotusunter dem Gesäß
Baddha KonasanaSchmetterling / gebundener Winkelbaddha = gebundenunter den Knien
Paschimottanasanasitzende Vorbeugepaścima = Westen, Rückseiteunter dem Gesäß
BakasanaKrähe / Kranichbaka = Kranichunter den Füßen zum Abheben
Setu Bandha SarvangasanaBrückesetu = Brückeunter dem Kreuzbein
MatsyasanaFischmatsya = Fischunter Schulterblättern und Kopf
Salamba SarvangasanaSchulterstandsarva = alle, aṅga = GliederUnterlage aus Platten – siehe Beitrag
HalasanaPflughala = Pflugunter den Füßen, wenn sie den Boden nicht erreichen
SavasanaEndentspannung / Totenstellungśava = Leichnamunter den Waden oder dem Kopf

Warum die Namen nicht überall gleich sind

Viele Asanas sind relativ jung und in verschiedenen Schulen unterschiedlich benannt worden. Bakasana heißt wörtlich „Kranich“, wird aber im Deutschen fast immer „Krähe“ genannt. Manche Traditionen unterscheiden Bakasana (gestreckte Arme) und Kakasana (gebeugte Arme, „Krähe“). Auch die Übersetzungen schwanken: Svanasana wird mal als „Hund“, mal als „Hundestellung“ wiedergegeben. Die Tabelle oben folgt der verbreitetsten Variante in deutschsprachigen Kursen.

Zur Aussprache

Ein langes ā wird gedehnt gesprochen: Tā-dā-sa-na. Das ś in paścima (Paschimottanasana) klingt wie das deutsche „sch“. Wer sich unsicher ist, sagt einfach den deutschen Namen – in jedem Kurs wird das verstanden.

Weiterlesen

Wie der Block in einer klassischen Stunde eingesetzt wird, zeigt der Beitrag über den Block im Hatha Yoga. Alle Haltungsbeiträge sind auf der Seite Asanas gesammelt.

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